Wer eine Lücke schließt, hinterlässt auch eine. In der Musik eine zu finden, dafür arbeitet The GAP seit Mitte des Jahres an ihrem Debütalbum "Quadrophonie". Hinter der Band liegt ein langer Songwriting Prozess, der jetzt in Recording Sessions zum Abschluss kommen wird. "Quadrophonie" präsentiert sich in seiner musikalischen Komplexität als Klangcollage aus verschiedenen Stilistiken. Musikalisch ist The GAP in kein Korsett zu zwingen. Roter Faden der Produktion ist traditionelles Songwriting. Melodie und Harmonie sind das Gerüst für Arrangement und Sound, allerdings mit starker Affinität zum Spiel mit musikalischen Klischees und der Vorliebe dafür, dieselben im nächsten Moment genussvoll einzureißen.
Von den bisher produzierten Tracks wurde der Song „Give it Back“ im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2010 von ARD/ZDF in den von Payback gesponserten Trailern eingesetzt. „Come Over“ war der Titelsong für die Mastercard-Red Carpet TV-Kampagne. Der Track „Complete“ war Teil der viralen Einführung des Porsche Cayman R in dem dazugehörigen Webspecial des Stuttgarter Automobilherstellers.
Die drei Bandmitglieder David Janus, Michael Koch und Lars Hesse sind schon länger als Musiker und Komponisten aktiv. Unter anderem schrieben sie Musik für verschiedene Kino/TV-Filme, Theaterstücke, Plattenproduktionen und Werbekampagnen.
Gegründet wurde das Musikprojekt von Lars Hesse und Michael Koch. Beide lernten sich vor 10 Jahren im Rahmen einer Plattenproduktion kennen. „Es war schnell klar, das wir beide uns musikalisch sehr gut ergänzen und ein klasse Team sind“, so Michael Koch über die Anfänge der Zusammenarbeit.Neben vieler Auftragsproduktionen und Aktivitäten in eigenen Bands schrieb das Songwriter-Duo immer wieder Tracks für ein eigenes Projekt. „Wir haben eigentlich nur auf den richtigen Moment gewartet, mit dem Material loszulegen“, erzählt Lars Hesse. Der kam, als die beiden Ende 2009 Songwriter und Sänger David Janus kennenlernten, der „The Gap“ komplettierte. Das Trio spielte erste Musiksessions, bei denen unter anderem „Give it Back“ und „All Together“ entstanden. „Für uns drei war sofort klar, dass wir ein Album machen“, erzählt David Janus. Seitdem arbeitet die Gruppe an ihrem Debut „Quadraphonie“.
Teo Torriatte (Let Us Cling Together) – Song for Japan
Inmitten zu den Aufnahmen an dem Song „Into the Light“ erreichte die Band die Nachricht von dem schweren Erdbeben/Tsunami in Japan. Das Ausmaß der Katastrophe bewegte die Musiker derart intensiv, das sie sich spontan entschlossen,einen Benefitz-Song zu recorden. David Janus:“ Das Intro von „Into the Light“ hatten wir als Hommage an „Bohemian Rhapsody“ angelegt. Aus diesem Grund waren wir thematisch eh bei Queen gelandet und mussten an deren Song „Teo Torriatte“ denken, den die Band 1976 mit einem japanischen Refrain veröffentlichte. Daher fiel für uns sehr schnell die Entscheidung, diesen Song zugunsten der Tsunami-Opfer aufzunehmen und die Erlöse zu spenden.“
Die Gelder, die durch den Verkauf des Songs eingenommen werden, sollen an die Organisation „Save the Children“ gehen, die sich vor Ort in Japan um die durch die Katastrophe in Not geratenen Kinder kümmert.
„Teo Torriatte“ wurde von der britischen Band „Queen“ 1976 auf dem Album „A Day at the Races“ veröffentlicht. Geschrieben wurde der Song von Gitarrist Brian May, gesungen von Queen- Frontman Freddie Mercury. Der Song wurde aufgrund seiner japanischen Textpassagen in Japan als Single veröffentlicht. Er ist nur einer von vier Queen-Titeln, in denen der gesamte Chorus in einer anderen Sprache als Englisch gesungen wird. Der Song featured im Original Klavier und Harmonium, von Brian May eingespielt.
The Gap haben sich sehr starkam originalen Arrangement orientiert und wie in der Vorlage in den Abschluss-Refrains mit einem Chor gearbeitet, was vor dem Charity- Hintergrund den Gemeinschafts-Aspekt unterstreicht.
DER SONGTEXT:
When I'm gone no need to wonder If I ever think of you The same moon shines The same wind blows for both of us And time is but a paper moon Be not gone
Though I'm gone it's as though I hold the flower that touches you A new life grows The blossom knows there's no one else Could warm my heart as much as you Be not gone
Let us cling together as the years go by Oh my love my love In the quiet of the night Let our candle always burn Let us never lose the lessons we have learned
Teo torriatte konomama iko Aisuruhito yo Shizukana yoi ni Hikario tomoshi Itoshiki oshieo idaki
Hear my song still think of me The way you've come to think of me The nights grow long But dreams live on Just close your pretty eyes And you can be with me Dream on
Teo torriatte konomama iko Aisuruhito yo Shizukana yoi ni Hikario tomoshi Itoshiki oshieo idaki
When I'm gone they'll say we were all fools And we don't understand Oh be strong don't turn your heart We're all you're all we're all for all for always
ARTWORK:
Das Artwork ist von dem Hannoveraner Grafiker und Musiker Christian Bröhenhorst erstellt worden. „Das Cover spielt mit dem Songtext und Bildern aus der japanischen Kultur“, so der Dipl.-Designer. „In Japan ist der Kranich ein starkes und positiv besetztes Symbol der Langlebigkeit.“
…and time is but a paper moon „Das Papiermodell des Kranichs schlägt die Brücke zwischen der Songtextzeile und der typisch japanischen Faltkunst Origami.“
„Der rote Kreis steht für die Nation Japans. Im Artwork beschreibt er gleichzeitig das Zentrum des Bebens.“
a new life grows „Der Wiederaufbau hat begonnen, es wird angepackt; das Leben geht auch in schwierigen Zeiten weiter.“
Christian Bröhenhorst betreibt in Hannover die Agentur CrudeART Design:
Derzeitige Situation: Am Freitag, 11. März 2011 hat ein Erdbeben der Stärke 9,0 Japan erschüttert. Das Beben löste eine zehn Meter hohe Tsunamiwelle aus und zerstörte große Teile der Ostküste Japans. Es gab mehrere schwere Nachbeben. Neuesten Meldungen zu Folge werden noch immer Tausende Kinder und ihre Familien vermisst. Allein in der Provinz Miyagi stieg die Zahl der Todesopfer auf über 5000. Zahlreiche Dörfer stehen noch immer komplett unter Wasser, mindestens eine Stadt wurde vollständig zerstört. Die bereits dramatische Situation wird durch mehrere Explosionen im Atomkraftwerk Fukushima verstärkt. Die Japanischen Streitkräfte haben insgesamt 7,5 Tonnen Meerwasser mit Helikoptern über Kernreaktor 3 ausgeschüttet, in dem Versuch, die Strahlungsbelastung zu senken. Die Lage bleibt weiterhin sehr ernst.
Save the Children beobachtet die Situation vor Ort und bereitet parallel einen Notfallplan vor. Die japanische Regierung geht derzeit von mindestens 215 000 Kinder und ihren Familien aus, die im Norden und Osten des Landes Schutzunterkünfte benötigen.
Kinder finden Zuflucht:
Yasu Haro (10) und Kazuki Seto (8) lebten in verschiedenen Orten an der japanischen Nord-West Küste, bis der Tsunami am 11. März über Japan hereinbrach und ihre beiden Häuser zerstörte. Die beiden Jungen kamen in einer Notunterkunft in einer Grundschule in Sendai, dem Epizentrum des Bebens, unter und wurden Freunde. Aber sie fühlten sich anfangs alleingelassen und vergessen. Seit es dort ein Kinderschutzzentrum gibt, haben die Kinder das Gefühl von Sicherheit und Stabilität. Sie können außerdem mit anderen Kindern zusammen spielen. „Es ist großartig hier und wir fühlen uns sicher. Wir machen uns keine Sorgen mehr, dass wir allein sind.“ Die beiden Jungen spielen nicht nur gemeinsam, sie können auch besprechen, was sie beschäftigt. „Das Zusammensein macht uns stark“, meint Kazuki.
Kinder werden durch Katastrophen aus ihrem gewohnten Umfeld und ihrem Alltag gerissen. Sie sind traumatisiert und häufig von ihren Familien getrennt. Hilflos und schutzlos sind sie Gefahren ausgesetzt. Ihre Bezugspersonen müssen sich um Lebensmittel und Wasser kümmern und ihr Leben nach der Katastrophe neu aufbauen. Die Kinder können nicht weiter zur Schule gehen. Ihr körperliches und geistiges Wohl ist stark beeinträchtigt.
Die Maßnahmen von Save the Children:
Save the Children koordiniert die Nothilfe vor Ort in Zusammenarbeit mit Save the Children-Katastrophenexperten. Unsere Kollegen in Tokio kooperieren mit den lokalen Regierungsvertretern und setzen sich dafür ein, dass die speziellen Bedürfnisse von Kindern in Katastrophensituationen berücksichtigt werden. Denn Kinder sind Notsituationen besonders schutzlos ausgeliefert und bedürfen einer schnellen Rückkehr zum normalen Alltag. Save the Children hat bereits fünf Tage nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami ein erstes Kinderschutzzentrum in Sendai eröffnet. Der Schutz- und Spielraum wurde am Mittwoch in einer Grundschule eingerichtet, die als Evakuierungszentrum genutzt wird. Dort können Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren spielen. Kinderschutzexperten und Psychologinnen und Psychologen von Save the Children kümmern sich um die Mädchen und Jungen. Insgesamt konnten fünf Kinderschutzzentren in den bedrohten Gebieten aufgebaut werden. ‚ Es ist wichtig, den Kindern in dem Chaos nach der Katastrophe schnell Sicherheit und einen geregelten Alltag zu vermitteln. Darüber hinaus haben Eltern dadurch die Möglichkeit, dringend benötigte Nahrungsmittel zu beschaffen, nach vermissten Verwandten zu suchen und zu ordnen, was von ihrem Leben nach dem Beben und dem Tsunami übrig geblieben ist. Neben Kinderschutzzentren umfasst die Nothilfe von Save the Children auch die Verteilung von Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Medikamenten. Wir stellen Notunterkünfte sowie mobile Kliniken bereit. Wenn die Phase der akuten Nothilfe abgeschlossen ist, unterstützt Save the Children die lokale Bevölkerung beim Wiederaufbau. Auch die Kinderschutzzentren werden, wenn möglich und angemessen, in die langfristige Planung aufgenommen. Manche werden in Schulen integriert oder in Bildungszentren für frühkindliche Entwicklung umgewandelt.